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Michael Bleicher Ortsvorsitzender

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Bildung Über 300 Euro kostet Familien der Schulbeginn in Bayern

Bildungsausschussvorsitzender Martin Güll fordert vollständige Schulkostenfreiheit in Bayern - Gesetzentwurf in Vorbereitung

Obwohl offiziell in Bayern die Lernmittelfreiheit gilt, kommen auf die Eltern zu Schuljahresbeginn immer ganz erhebliche Ausgaben zu. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Bayerischen Landtags, Martin Güll, hat eine Beispielrechnung erstellt. Demnach müssen die Familien von Erstklässlern über 300 Euro zum Schulstart ausgeben, und auch im weiteren Verlauf des Jahres und für andere Jahrgangsstufen sind die schulbezogenen Kosten erheblich.

Der SPD-Bildungspolitiker Martin Güll betont: „Unsere Forderung ist klar: Bildung muss komplett kosten- und gebührenfrei sein. Das betrifft die Abschaffung der Kita-Gebühren genauso wie die Nebenkosten für Schulkinder. Diese Kosten dürfen die ohnehin vorhandene soziale Spaltung nicht noch vertiefen.“ Er kündigte einen Gesetzentwurf für umfassende Lernmittelfreiheit an. Zum Rechtsanspruch auf einen kostenfreien Ganztagsschulplatz und zur Schulwegekostenfreiheit auch über die 10. Klasse hinaus wurden bereits Gesetzentwürfe eingereicht.

Zugleich wirbt Güll für die Möglichkeit, dass der Bund mehr Geld für die Bildung bereit stellt. "Das bisherige Verbot muss fallen. So könnte sich der Bund zum Beispiel an den Kosten für Mittagessen beteiligen. Das könnte gerade ärmeren Familien eine erhebliche Entlastung bringen. Und auch über Bildungsgutscheine könnte den Familien bei den Materialkosten geholfen werden."

Martin Güll zu Schulkosten
Martin Güll zu Schulkosten
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Beispiele für Schulbedarf über die Grundausstattung hinaus, die bislang von den Eltern gekauft werden müssen:

  • Atlas rund 30 Euro

  • Taschenrechner 15-25 Euro

  • Diverse Arbeitshefte z.B. für Fremdsprachen 10-30 Euro

  • Duden 25 Euro

  • Internet, Computer und Drucker zuhause

  • Kosten für Nachhilfe (50-150 Euro pro Monat)

  • Mensa-Essen (3-4,50 Euro pro Mahlzeit liegt, also an ca. 185 Schultagen im Jahr 555 bis 830 Euro im Jahr)

  • Landschulaufenthalte, Skilager und Studienfahrten (z.B. 1 Woche Berlin 280 Euro für Bus, Hostel und Eintritte plus 150 Euro für Verpflegung)

  • Ausgaben für Wandertage, Museumsbesuche, Theatervorstellungen (50 Euro im Schuljahr)

  • Mittagsbetreuungen oder Hort-Plätze (bis zu 145 Euro im Monat)

  • Ferienbetreuung (z.B. siebentägiger Workshop von 9-18 Uhr für 225 Euro)

  • Schulwegkosten nach der 10. Klasse sowie zu Lehrstelle und Berufsschule

Veröffentlicht am 09.09.2017

 

Bundespolitik Ehe für alle – Kohnen: „Guter Tag für Deutschland“

30. Juni 2017

Die Ehe für alle kommt – Der Bundestag stimmt mit großer Mehrheit einem Gesetzentwurf zu, der vorsieht, die Ehe für homosexuelle Paare zu öffnen. Die Landesvorsitzende der BayernSPD Natascha Kohnen dazu:

„Das ist ein guter und ein historischer Tag für unser Land: Eine Diskriminierung von Menschen findet endlich ein Ende. Deutschland ist nun in die Lebenswirklichkeit des 21. Jahrhunderts eingetreten. Das volle Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gehört zu einer modernen, demokratischen und offenen Gesellschaft.“

Veröffentlicht am 01.07.2017

 

Bundespolitik Historischer Wahltriumph für Parteichef Martin Schulz

 

19. März 2017

Martin Burkert, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, zur Wahl von Martin Schulz als Parteichef und Kanzlerkandidat:

Im Namen der ganzen Landesgruppe gratuliere ich Martin Schulz zum historischen Spitzenergebnis – ein Wahltriumph von 100 Prozent gab es in der SPD noch nie. Damit sind alle Weichen ins Kanzleramt gestellt und der Schulz-Zug rollt unaufhaltbar. Er wird auch in vielen bayerischen Bahnhöfen Station machen. Wir freuen uns auf den Wahlkampf überall.

Veröffentlicht am 21.03.2017

 

Bildung Bayerns ungerechte Auslese

 

Ludwig Haas, früherer Konrektor an der Realschule am Judenstein und Auslandsschullehrer an der Europäischen Schule in Luxemburg

In meinen neun Jahren an der Europäischen Schule in Luxemburg konnte ich den Kollegen aus 28 EU-Ländern viel über Deutschland erklären, aber eines nicht: Warum wir im Bildungsbereich als einziges Land neben Österreich Kinder im Alter von zehn Jahren aussieben. Vor allem skandinavische Lehrer waren entsetzt. „Wie könnt ihr Kinder mit zwei Stellen nach dem Komma benoten? Was hat das mit Pädagogik zu tun?“ Für Fachleute, Pädagogen und Eltern ist die 4.Klasse der Grundschule zu einer Sortieranlage, einer Stätte des Turbo-Lernens, Probenwahnsinns mit Notensammeln statt eines Orts der Neugierde, Integration, Förderung und Lernfreude geworden.

Die negativen Begleiterscheinungen im „Übertrittsjahr des Grundschulabiturs“ sind bekannt. Hoher Leistungsdruck, Dauertests bei verängstigten Schülern, verzweifelte, übernervöse Medikamente verabreichende Eltern, Tränen und unruhige Nächte bei Kindern, gestresste und mit Eltern um Noten feilschende Lehrkräfte. Nachhilfe schon in der Grundschule. Die Kinder haben oft Angst, die hohe Erwartungshaltung der Eltern nicht zu erfüllen. Alles wird dem alleinigen Jahresziel, dem Übertritt, untergeordnet. In Bayern erfolgt die entscheidende Zuteilung von Lebenschancen mit 10 Jahren, einem Alter, in dem Resteuropa noch gemeinsam lernt, die Freizeit und das Spielen noch genießt, nicht ständig Gedanken an Übertritt und verspielte Lebenschancen verschwendet.

„Dabei hat eine Prognose aufgrund kognitiver Leistungen von Zehnjährigen keine Aussagekraft für die Einschätzung der Lernpotenziale“, stellt schon der frühere BLLV-Präsident Klaus Wenzel fest. Manche Bildungsexperten kritisieren die Lernprognosen als „staatlich verordnete Hellseherei“, als ob sich Kinder ab dem 10. Lebensjahr nicht mehr weiterentwickeln würden. Obwohl man weiß, dass Jungen im Alter von zehn Jahren den Mädchen entwicklungsmäßig unterlegen sind und dass die Bandbreite der Entwicklung in den Bereichen Sprache, Lesen, Schreiben, soziales Verhalten, logisches Denken, Zahlenverständnis, räumliche Vorstellung und Motorik oft bis zu vier Jahre umfasst – die einen also auf der Entwicklungsstufe eines Achtjährigen, die anderen auf der eines Zwölfjährigen stehen –, nehmen alle trotzdem am ungleichen Wettlauf teil. Diese Auslese ist unpädagogisch, weder kind- noch begabungsgerecht – und nicht zeitgemäß, da das dreigliedrige Schulsystem aus der Zeit vor 100 Jahren stammt und nicht weiterentwickelt wurde.

Fehlender politischer Wille und ideologische Rechthaberei lassen in Bayern nicht einmal eine alternative Schulform zu, wie etwa die Gemeinschaftsschule mit einer längeren gemeinsamen Grundschulzeit. Diese Schulform erfreut sich mit allein 305 Neugründungen in Baden-Württemberg größter Beliebtheit, seit sie mit dem Regierungswechsel dort vor fünf Jahren eingeführt wurde. Der Grund: Sie nimmt den frühen Druck im Grundschulalter, sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit, bietet alle drei Schularten und entsprechende Abschlüsse an, offeriert ein breites Schulangebot vor allem für den ländlichen Raum, – sie wirkt der Schließung von Schulstandorten entgegen – bringt kürzere Schulwege, lässt Schüler länger mit Freunden zusammen sein.

Veröffentlicht am 21.03.2017

 

Kommunalpolitik Martin Schulz kommt zum Politischen Aschermittwoch nach Vilshofen

 

Martin Schulz kommt zum Politischen Aschermittwoch der BayernSPD nach Vilshofen. Der designierte SPD-Chef und Kanzlerkandidat ist neben Österreichs Kanzler und SPÖ-Chef, Christian Kern, der Hauptredner am 1. März 2017.

Der Landesvorsitzende, Florian Pronold, dazu: "Über die Zusage von Martin Schulz freuen wir uns sehr. Gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern rocken wir das Zelt. SPD und SPÖ setzen gemeinsam ein Zeichen gegen den Rechtspopulismus und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft."

„Einen so großen Politischen Aschermittwoch in Vilshofen hat es noch nie gegeben wie dieses Mal am 1. März. SPD und SPÖ werden gemeinsam ein Zeichen setzen gegen den Rechtspopulismus und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Seid mit dabei, es lohnt sich!"

Deutsch-österreichisches Gipfeltreffen in Niederbayern

Der Passauer Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der NiederbayernSPD, Christian Flisek, dazu:

"Als Bezirksvorsitzender freue ich mich, dass der politische Aschermittwoch 2017 ein deutsch-österreichisches Gipfeltreffen in Niederbayern sein wird. Während die CSU wahrscheinlich bei ihrer Veranstaltung wieder in die rechtspopulistische Klamottenkiste langen wird, setzen SPD und SPÖ ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität in Europa. Wir Passauer freuen uns auf den größten politischen Aschermittwoch aller Zeiten."

5000 Gäste im Festzelt in Vilshofen erwartet

Die BayernSPD stellt in gut zwei Monaten am Gründungsort des Politischen Aschermittwochs ein Riesen-Festzelt mit Platz für 5000 Menschen auf. Gäste aus ganz Deutschland, zahlreiche Busse aus Österreich und SPD-Reisegruppen aus Bayern werden erwartet. Los geht es am 1. März 2017 ab 9 Uhr mit zünftiger Blasmusik, Zeltöffnung ist wie immer bereits um ca. 8 Uhr.

Karten für die Veranstaltung gibt es in allen SPD-Geschäftsstellen in Bayern ab dem 15. Januar 2017.

Veröffentlicht am 15.02.2017

 

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